Die Photoshop Convention öffnete am 10. und 11. Oktober ihre Türen. Ca. 200 Photoshop-Anwender erwarteten in den Vorträgen professionelle Tipps und Tricks rund um das Adobe-Bildbearbeitungsprogramm - sie wurden nicht enttäuscht.
Ich war zwei Tage in Grünwald bei München vor Ort, um einige Eindrücke von der Convention mitzunehmen und mal zu schauen, was der Veranstalter Macromedia (Akademie der Medien) so auf die Beine stellt. An den am Samstag zu buchenden Workshops direkt am Rechner konnte ich leider aus Zeitgründen nicht teilnehmen.

Thorsten Blach (links, Macromedia) begrüßt die Gäste und Teilnehmer.
Das Programm sah schon im Vorfeld gut aus, die angekündigten bekannten nationalen und internationalen Referenten ließen spannende Vorträge erwarten – allen voran Zugpferd Jack Davis (gute Tipps und interessante Links von ihm gibt es zum Beispiel unter www.adventuresinphotoshop.com) aus den USA, der vielen wegen seiner Photoshop Wow-Reihe bekannt sein wird. Als weiterer Gast aus Amerika wurde Julieanne Kost eingeflogen, die als Senior Digital Imaging Evangelist für Adobe arbeitet. Aus Deutschland waren Sprecher wie u.a. Doc Baumann, Michael Baumgardt oder auch ein alter Bekannter aus dem Visual-X, Frank Puscher angekündigt worden. Leider fiel Doc Baumann kurzfristig wegen einer Erkrankung aus, schade, den hätte ich gerne mal gesehen. Nett jedenfalls seine Geste, sich per Brief bei den Anwesenden zu entschuldigen.
Die Einführungsveranstaltung begann um 18h am Donnerstag. Zunächst wurden ein paar Referenten vorgestellt, dann zeigten einige dieser Referenten als Einstimmung in ihre Präsentationen von ihnen besonders geschätzte Kniffe aus Photoshop – ein erster Eindruck dessen, was man in ihren Vorträgen erwarten konnte. Danach stellte Markus Rieß (Business Development Manager von Adobe) nach einer kurzen Einführung in die Adobe-Produktpalette eine Entwicklung aus der Entwicklungsabteilung für Zukunftstechnologien vor, um zu zeigen, woran Adobe forschend arbeitet. In einer virtuellen Umgebung öffnete er ein 3,1 Giga[!!)byte großes Foto – diese Größe würde normalerweise jeden Rechner in die Knie zwingen. Beeindruckend, wie viele Informationen solche Bildern enthalten. Zu Verdeutlichung des Zoomfaktors habe ich im ersten Bild die Nummerierung der Bereiche (”1″ und “2″) integriert, deren eingezoomte Inhalte in den darunter erscheinenden Collagen und Ausschnitten zu sehen sind – beeindruckend und beängstigend zugleich, wie tief man in solche Bildern zoomen kann.
Das Foto in groß.
1: Ein Fenster, bis zum Ende gezoomt. Der Mann winkt freundlich.
2: Bei der Garageneinfahrt: Big Brother is watching you.
Sobald herkömmliche Kameras Aufnahmen im Gigabyte-Bereich erstellen können, wird so eine Funktionalität in Photoshop sicherlich interessant – Zukunftsmusik also.
Danach gab es noch eine Diskussion zum Thema „Dürfen Bilder lügen?”, mit dem Hauptaugenmerk auf die rechtlichen Problematik. Die Diskussion war interessant, aber zog sich etwas. Vielleicht dazu die Tage mehr.
Abschließend gab es dann ein nettes Get together, bei dem man die Referenten näher kennenlernen konnte, mit Buffet und Getränken. Um 22h war allerdings für mich Schluss.
Teil 2 der Doku kommt die Tage mit Eindrücken der Sessions vom Freitag.